Wiederaufbau von Schulen in Haiti

Tausende von Menschen sind nach dem schweren Erdbeben aus Port-au-Prince zurück in ihre alte Heimat auf dem Lande, ins Dörfchen Liancourt geflüchtet. Der Flecken liegt rund 100 Kilometer nördlich der haitianischen Hauptstadt. Mit Kind und Kegel, mit Sack und Pack zogen die Heimkehrer in die Häuser ein, die vor der Katastrophe nur noch von wenigen alten Menschen bewohnt worden waren. Statt zwei Leute wie bisher wohnen nun plötzlich acht bis zehn Personen in den engen Behausungen.
Dieses plötzliche, riesige Anschwellen von Menschen belastet die öffentlichen Institutionen schwer. Vor allem aber ist das Schulsystem gefordert, die Situation mit den vielen neu zugezogenen Kindern zu bewältigen.

Reconstruyendo casas en Haití

Die Vereinigung DABALOR baut gegenwärtig ein Gebäude auf, das in den Morgenstunden als Primarschule genutzt werden kann. Nachmittags  wird der gleiche Bau der Ausbildung von Lehrern dienen. Das EcoSur Netzwerk hat durch seine in Nicaragua domizilierten Büros die Planung des Projektes an die Hand genommen und ist auch für die Durchführung des Bau-Projektes verantwortlich. Im Endausbau wird das Gebäude vier Schulräume im ersten und weitere fünf Räume im zweiten Stock aufweisen.

dabalor_liancourt

Unsere Ingenieure von „EcoSur“ haben nach gründlicher Abklärung beschlossen, beim Bau auf ein neues, in Haiti nicht übliches Konstruktions-Element zurückzugreifen, das jedoch für erdbebengefährtete Gegenden üblich ist, nämlich Stahlbetonbalken unter der Decke welche mit den Stützen verbunden sind.

In Haiti werden in der Regel die Zwischendecken ohne Balken direkt über die Stützen gelegt und oftmals kaum miteinander verbunden. Das hat zur Folge, dass bei einem Erdbeben keine sichere Verankerung besteht und dass dadurch die Stützbalken den entfesselten Kräften nicht widerstehen können und die Decken zusammenbrechen.  Diese Konstruktionsfehler lassen sich bei vielen eingestürzten Gebäuden in Port-au-Prince nachweisen, wo ganze Stockwerke eingebrochen sind, da die Stützbalken dem Erdbeben nicht widerstanden haben.

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Die Schule von Liancourt wird Ende Januar 2011 übergeben werden und dazu beitragen, den Mangel an ausgebildeten Lehrkräften in der ganzen Region zu verringern. Gleichzeitig können die Kinder, die mit ihren Eltern aus Port-au-Prince in die Provinz zurück geflüchtet sind, endlich wieder unterrichtet werden.

El Ing. Franklin Martínez, de EcoSur Nicaragua en los terrenos de la escuela DABALOR en LianCourtDieses Bauvorhaben des Netzwerkes ist nur der Anfang eines  grösseren Projektes, das zukünftig auch den Hausbau mit vorgefertigten Ferrozement-Platten umfasst, um die durch das Erdbeben hervorgerufene akute Wohnungsnot in der Gegend zu lindern.

 

 

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